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Gastbeitrag: Behaupten im E-Commerce – Ist Marktplatz eine Lösung?

Gastbeitrag: Das Marktplatzbusiness boomt: Selektion geringer, Budget im Wholesale runter fahren, stell doch die übrigen Artikel auf Marktplatz ein! Klingt verlockend, oder?

Gastbeitrag: Behaupten im E-Commerce – Ist Marktplatz eine Lösung?

Ein Gastbeitrag von Valerie Dichtl Authentic E-Commerce

 

Die Ausgangslage zum Thema Marktplatz

 

„Uns wurde leider das Budget gekürzt. Deswegen müssen wir uns in der Selektion einschränken. Aber: für alle anderen Artikel aus eurer Kollektion könnt ihr den Marktplatz nutzen“. Hast du diese Aussage schon mal von deinem Einkäufer gehört? Speziell im Wholesale Business mit den großen Online-Shops höre ich diese Aussage auch von Kunden immer häufiger. Man hat mit einem oder mehreren großen Online-Shops im Wholesale-Business eine direkte Geschäftsbeziehung. Die Abverkaufszahlen sind gut und das Business wächst von Saison zu Saison, dennoch schrumpft ggf. die Auswahl der selektierten Artikel oder auch das Einkaufsbudget. Die Einkäufer wählen vermehrt nur noch „Bestseller“ aus. Es kann auch gut sein, dass einfach noch nicht alle Kategorien deiner Marke über diesen Online-Shop verkauft werden.

 

Nehmen wir ein Beispiel: Du bist im Vertrieb bei einer Mode Marke im Wäschebusiness. Zalando hat ein Budget für dich im Wäschebereich, für die Nachtwäsche und Bademode ist aber aktuell kein Budget da. Was kannst du machen, um auch die Nachtwäsche und Bademode auf diesem Online-Shop zu vertreiben? Die aktuelle Empfehlung der Einkäufer ist doch über die Marktplätze oder das sogenannte Partnerprogramm selbst deine Produkte auf Zalando zu verkaufen. So kannst du alle deine Produkte dort selbst online stellen. Das sollte doch super einfach umsetzbar sein?!

 

Das Marktplatzbusiness boomt

 

Der Trend zum Marktplatzbusiness ist aktuell ungebrochen und auch für die nächsten Jahre in den Wachstumszahlen der großen Online-Shops festgehalten. So hat Zalando im Februar 2019 Wachstumszahlen für die kommenden 5 Jahre veröffentlicht. Sie möchten das Marktplatzbusiness dort bis 2023/24 verdreizehnfachen von 600 Mio. € auf 8 Mrd. € (GMV), das Retailgeschäft jedoch „nur verdoppeln“. Das (Waren-)Risiko wird so mehr auf die Schultern der Brands und Hersteller verlagert. Bei anderen großen Online-Shops mit Marktplatzanbindung, wie z.B. Amazon, Otto, About you und Klingel, ist die Veränderung hin zum Marktplatzgeschäft deutlich spürbar.

 

Die Lösung Marktplatz: was muss ich als Fashion Brand alles mitbringen?

 

Du kannst natürlich versuchen das Marktplatzbusiness selbst aufzubauen. Weißt du denn, was es bedeutet dies operativ umzusetzen? Im Grunde genommen verhält sich das so als würdest du (fast) alle Prozesse eines eigenen Online-Shops für deine Marke integrieren ohne, dass du den Online-Shop selbst baust. Das heißt konkret du müsstest:

 

  • die Produkte selbst über Schnittstellen und Softwarepartner online stellen,
  • Verträge mit jedem einzelnen Marktplatz schließen,
  • Alle Artikelstammdaten, Produktbilder und -texte pro Marktplatz aufsetzen,
  • die B2C-Logistik selbst umsetzen,
  • alle B2C-Zahlungsabwicklungen und Retouren selbst managen.

 

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der Aufgaben, die dich erwarten, wenn du den Marktplatz selbst umsetzen würdest. Dies ist ein umfangreiches und langfristiges Projekt, dass sich durch das große Potenzial lohnen kann. Und hast du das Know-how, das Team und die Ressourcen dafür? Sicherlich gibt es auch Marken, die große Teams, eine perfekte B2C-Logistik und das Know-How haben, um das Marktplatzbusiness selbst und ganzheitlich umzusetzen.

 

Meine langjährige Erfahrung mit dem Thema Marktplatz

 

Ich selbst habe in den letzten Jahren bei einer Fashionbrand ein Digital Sales Team geleitet, dort den Online Wholesale geführt und das Marktplatzbusiness parallel mit aufgebaut. Das Marktplatzbusiness aufzubauen bedeutet auch gleichzeitig für dich als Marke, dass du unabhängiger bist.

Du kannst im Marktplatzbusiness:

 

  • selbst entscheiden welche Produkte,
  • in welcher Stückzahl,
  • auf welchen Online-Shops online gestellt werden sollen
  • und du hast (meistens) die Preishoheit.

 

Das sind unschlagbare Argumente für das Marktplatzgeschäft. Du kannst es so aufsetzen, dass es genau deiner Markenstrategie entspricht.

In meinem vorherigen Job hatte ich folgende Voraussetzungen für zwei Modemarken das Marktplatzbusiness aufzubauen:

 

  • Know-How über Online Sales & das Marktplatzbusiness
  • Einen straffen Zeitplan das Marktplatzbusiness zu starten
  • Ein kleines Team und wenig Kapazität
  • Eine B2C-Logistik, die jedoch nicht den Anforderungen der Online-Shops standgehalten hätte (z.B. Lieferung innerhalb 24 Stunden, Retourenvereinnahmung in 48 Stunden etc.)

 

Also habe ich mir Marktplatzdienstleister gesucht, die mich hier unterstützen können. Zum einen durch unsere geringen Kapazitäten im Team, als auch durch unsere Herausforderung in der Logistik. Diese haben schon die Verträge und Schnittstellen zu den einzelnen Online-Marktplätzen, die Expertise und die notwendige Logistik. Dadurch konnte ich das Projekt viel schneller starten, als wenn wir das pro Marktplatz komplett selbst umgesetzt hätten, selbst wenn wir die Logistik etc. gekonnt hätten.

 

Das schöne dabei ist im Marktplatzbusiness war ich nun unabhängiger in der Auswahl der Artikel und der Budgets der Einkäufer. Wir konnten so parallel im Wholesale und über das Marktplatzbusiness auf den Online-Shops arbeiten, unsere Potenziale besser ausschöpfen und somit unsere Selektion ergänzen. Das war unser „Hybrid“-Model. Sicherlich ist das ein großes Projekt gewesen, das stetig seine Aufmerksamkeit fordert. Das Marktplatzbusiness baut man nicht eben und nebenbei auf. Es ist Teil deiner (Online-) Vertriebsstrategie und benötigt Fokus, Ressourcen und auch seine Zeit bis es implementiert ist. Es ist zeitgleich auch das Thema mit dem man sich als Marke intensiv beschäftigen muss, um im Online Sales wettbewerbsfähig zu bleiben.

 

mzentrale und das Spezialisten-Netzwerk: Gemeinsam mehr erreichen

 

Die mzentrale und Valerie Dichtl verbindet eine längere gemeinsame Vergangenheit, kennen und schätzen gelernt haben wir uns als Valerie noch bei einem unserer Kunden gearbeitet hat. In der Zwischenzeit ist viel passiert und Valerie konnte sich in den letzten 8 Jahren eine umfangreiche Expertise im Bereich Marktplatz erarbeiten. Heute schätzen wir sehr Ihre freundliche und direkte Art, den wertvollen Input und die kompetente Beratung.

 

Bei Interesse erarbeiten wir und Valerie Dichtl gemeinsam mit den bestehenden E-Commerce-Prozessen im eigenen Online Shop eine Strategie, um erfolgreich den Anschluss an die großen Plattformen wie zalando, aboutyou oder amazon zu meistern! Bei Bedarf stellen wir auch gerne den direkten Kontakt her.

 


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