Verschärfter Verbraucherschutz : Das ändert sich für Shopbetreiber

Seit Anfang Januar gelten verschärfte Regeln für Online-Shop-Betreiber. Die Europäische Union will den Kunden mehr Transparenz und Sicherheit bieten, lesen Sie hier, was nun zu beachten ist.

Der Verbraucherschutz wurde Anfang Januar nun erneut nachgeschärft, es geht hauptsächlich um die Verbesserung der Transparenz bei Online-Käufen. So sollen Shopbetreiber die Kommunikation öffnen, welche bisher auch „unter dem Radar“ verlaufen durfte. Aus Sicht des Kunden ist dies mehr als zu begrüßen, denn das meiste der Regeln ist durchaus sinnvoll und regelt einen offenen und fairen Umgang, den sich die meisten sowieso schon jetzt verpflichtet fühlen.

 

 

Suche / Suchfunktion im Online Shop

 

Bei der Suchfunktion im Shop muss kommuniziert werden, welche Bedingungen die Reihenfolge der Suchergebnisse beeinflussen. Hier gilt es besonders darzustellen, welche Produkte durch eine Bezahlung oder Sponsoring an der üblichen Sortierreihenfolge vorbei nach oben geschoben wurden.

 

Marktplätze wie z.B. amazon, zalando, aboutyou

 

Marktplätze müssen ab sofort sicherstellen, dass der Verkäufer klar erkennbar ist, dies gilt besonders dann, wenn dies ein privater Verkäufer ist. Damit soll verhindert werden, dass ein Kunde sich auf den Service eines professionellen Händlers verlässt und somit ein Preisvergleich nicht korrekt möglich ist.

 

Produktbewertungen im Online Shop

 

Marktplätze und Online-Shop-Betreiber müssen ab sofort darlegen, welche Maßnahmen sie ergreifen, um einen Missbrauch der Bewertungsfunktion vorzubeugen. So muss es gewährleistet sein, dass ein einfaches Fälschen einer Bewertung nicht mehr möglich ist. Auch sind die typischen auffallend positiven Bewertungen (in kurz: Gekaufte Bewertungen) ab sofort verboten

 

Preisgestaltung und deren Kommunikation

 

(Beispiel für geo-abhängige Preise: Am Flughafen kostet ein Kaffee ca. 5 €, vom gleichen Anbieter in der Stadt 3 € – was in der realen Welt nachvollziehbar funktioniert, war online bisher für den Käufer nicht nachvollziehbar – das soll sich nun ändern)

 

Der Einsatz von personalisierten Preisen muss der Online-Retailer dem Verbraucher zukünftig vorab anzeigen. Das betrifft alle Preise, welche dynamisch pro User/Kunde angepasst werden, z.B. aufgrund eines Kundenprofils oder anderer Daten wie z.B. dessen Standort. Auch gilt dies bei anderen automatischen und damit dynamischen Preiserstellungen.

 

Eingesetzt werden diese z.B. bei Reiseanbietern oder Flugportalen. Stellt hier eine Logik fest, dass man bereits sehr ernsthaft sucht und bereits mehrmals die gleichen Reisedaten eingegeben hat, werden die Preise noch einmal angehoben. So lässt sich Druck auf den Kunden aufbauen, dass die Plätze langsam begrenzt sind.

 

Stark in Verruf gekommen ist diese Art vor ein paar Jahren, als man Tests gemacht hat indem man vermeintlich wohlhabenden Kunden höhere Preise präsentiert hat als dem Durchschnitt. Erkannt wurden solche Kundengruppen mittels Geo-Daten (standortbasiert) oder am Device (iPhone). Dass das für deutlichen Ärger gesorgt hat, kann man sich leicht erklären, deshalb muss man diese Regelung deutlich willkommen heißen!

 

Sehr spannend und eine echte Herausforderung ist folgende Regelung: Bei Rabatten oder Sale-Preisen müssen Online-Händler künftig zum Vergleich den niedrigsten Preis der vorhergehenden 30 Tage angeben. Dies soll vermeiden, dass Preise erst hoch gesetzt werden, um dann mit dem vermeintlichen Rabatt Kunden anzulocken. Hier sind einige Rabattaktionen wie „Mehrwertsteuer geschenkt“ aktuell in starker Kritik, betrifft oft die Elektronik- oder Möbelbranche. Aber auch Amazon macht hier von gebrauch, beliebt bei „20% extra auf Warehouse-Deals“, denn auch dann werden vereinzelt die Preise vorher angehoben.

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